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Raspberry Pi als Webserver einrichten


Der Raspberry Pi ist ein geräuschloser Minicomputer im Scheckkartenformat mit einem minimalen Stromverbrauch und daher bestens für den privaten Dauereinsatz als Webserver geeignet:

Raspberry PiRaspberry Pi Modell B Rev 2.0, 512MB
(altes Modell: 2008-2014), ca € 30,- (Bild rechts)

1 512MB RAM (Modell B), CPU 700MHz
1 Leistungsaufnahme 3,5 Watt (~30kWh im Jahr)
1 Stromversorgung per Micro-USB
1 Betriebssystem (Linux) läuft auf SD-Karte
1 Speicher über SD-Karte, erweiterbar per USB-Stick,
1 externe Festplatte oder NAS
1 HDMI- u. LAN-Anschluss, WLAN optional

Update 2015:
Raspberry Pi 2 Model B (seit 2015), ca € 42,-

1 1GB RAM CPU 900MHz
1 Speicher über microSD-Karte, erweiterbar per
1 USB-Stick, externe Festplatte oder NAS
1 4x USB

Die Kosten (ca.)

€ 39,- Raspberry Modell B (Beispiel)
€ 18,- 16GB microSDHC-Karte (Beispiel)
€ 8,- Gehäuse (optional) (Beispiel)
€ 8,- 2A Netzteil mit Micro USB (Beispiel)
€ 73,- Gesamt

Eine zweite SD-Karte gleicher Größe ist sinnvoll, um später ein Backup einrichten und testen zu können.

Für die Einrichtung sind keine großartigen Linux-Kenntnisse erforderlich, wenn eine gute Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Hand ist. Wichtig ist jedoch, dass der heimische DSL-Router "dynamic DNS" unterstützt (s. 2.). Manche Router unterstützen leider nur vordefinierte Dienste wie dyndns.org oder no-ip.com, dessen kostenlosen Angebote mittlerweile eingestellt oder nicht mehr attraktiv sind.

1. microSD-Karte vorbereiten

Mit überschaubarem Aufwand kann das speziell entwickelte Linux-Derivat "Raspbian Wheezy" auf eine microSD-Karte gespielt werden, die dann in den Raspberry Pi (ab hier nur noch "Pi" genannt) eingeschoben wird. Das unter 6. beschriebene Portforwarding ist mittlerweile bei nahezu jedem Router konfigurierbar, sollte vorab aber geprüft werden.

Unter Windows: Die microSD-Karte mit SD Formatter formatieren, Raspbian Wheezy herunterladen und mit Win32DiskImager auf die Karte schreiben.

2. dynamischen DNS einrichten

Damit Ihr Pi zukünftig über Ihren DSL-Anschluss aus dem Internet erreichbar ist, benötigt er eine feste und dauerhafte Adresse. Hierzu wird bei einem dynDNS-Dienst wie z.B. dem deutschen Anbieter spDNS.de ein kostenloses Konto eingerichtet und die hier vergebenen/erhaltenen Daten in den heimischen DSL-Router eingetragen. Hierdurch wird dem eingetragenen Dienst jede Nacht, die aktualisierte IP-Adresse des DSL-Anschlusses mitgeteilt, sodass Ihr Pi über einen von Ihnen vergebenen Namen (z.B. mein-ra-pi.spdns.de) erreichbar ist.

In der FRITZ!Box erfolgt dies über: Internet > Freigaben > Dynamic DNS

Dynamic DNS eintragen

3. Raspian Wheezy konfigurieren

Anschließend wird der Pi per Netzwerkkabel mit dem heimischen Netzwerk verbunden und mit Strom versorgt. Die erforderliche Konfiguration des Betriebssystems und die Installation des Apache-Webservers erfolgt von einem beliebigen PC im Netzwerk per Telnet-Client (PuTTY für Windows; hierzu ist die IP-Adresse des Pi erforderlich, diese kann z.B. dem DSL-Router unter aktive Geräte entnommen werden) oder über eine angeschlossene USB-Tastatur und Fernseher/TFT (evtl. ist anfangs nur Composite möglich, da HDMI erst in /boot/config.txt aktiviert werden muss).

Das genaue Vorgehen kann diesem ausdruckbaren PDF entnommen werden.

Wie Sie Owncloud auf Ihrem Raspberry Pi installieren lesen Sie hier.